Warum wir den microArch S240 entwickelt haben

Wir bei BMF sind ständig auf der Suche nach innovativen Wegen, um unsere 3D-Mikropräzisionstechnologie und unser Produktangebot entsprechend den Bedürfnissen von Industriedesignern und Herstellern weiterzuentwickeln - und das über eine Vielzahl von Branchen hinweg.

Wenn beispielsweise die Elektronik in unseren Händen und Taschen immer kleiner wird, gilt dies auch für die winzigen Bauteile, die darin verborgen sind und die gesamte Arbeit leisten. Mit dem Fortschritt der Medizin in neue Formen der mikroskopischen Exploration und Implantation müssen sich auch die verwendeten Geräte weiterentwickeln und skalieren.

Obwohl die Bauteile selbst klein sind, ist der Zeit-, Kosten- und Arbeitsaufwand für deren Entwicklung, Prototyping und Prüfung beträchtlich. Beim Mikrospritzguss beispielsweise gilt: Je kleiner und detaillierter das Bauteil, desto höher die Kosten und länger die Wartezeit. Diese Probleme werden noch verstärkt – und wiederholen sich –, wenn das Prototypenteil das beabsichtigte Endprodukt nicht exakt nachbildet und man von vorne beginnen muss.

Aus diesem Grund haben wir unsere erstklassige Familie von Mikropräzisions-3D-Druckern, die alle auf unserer innovativen PµSL-Technologie basieren, weiterentwickelt, um ein neues Modell zu schaffen, das noch schneller ist, eine höhere Durchsatzleistung bietet und die Verarbeitung von Materialien mit höherer Viskosität ermöglicht, wodurch die Produktion von Endanwendungsteilen realisierbar wird.

Wir präsentieren den microArch S240.

Dank des S240 können nun Endanwendungsteile, die zuvor zeitaufwändigere und kostspieligere Produktions- und Genehmigungsverfahren erforderten, in wesentlich kürzerer Zeit und zu deutlich geringeren Kosten 3D-gedruckt werden.

Was zeichnet den S240 aus?

Genau wie unsere anderen 3D-Drucker der microArch-Serie verwendet der S240 die Projection Micro Stereolithography (PμSL)- Technologie, eine Technik, die eine schnelle Photopolymerisation einer Schicht aus flüssigem Polymer mit einem UV-Lichtblitz in mikroskopischer Auflösung ermöglicht. Die überlegene Produktion von komplizierten, exakten und reproduzierbaren Teilen macht PμSL zum optimalen Prototyping-Verfahren für verschiedene Anwendungsfälle.

Und, wie oben erwähnt, gibt es einige Eigenschaften des S240, die ihn in eine ganz eigene Klasse des 3D-Mikropräzisionsdrucks stellen.

  • Geschwindigkeit: Der Drucker verfügt über eine zusätzliche fortschrittliche Walze über der Membran, die dabei hilft, Schichten mit höherer Geschwindigkeit zu verteilen. Dadurch kann der S240 Teile bis zu 10-mal schneller bauen als je zuvor.
  • Materialien: Das offene Materialsystem des Druckers kann höhere Viskositäten verarbeiten, was zur Herstellung stärkerer Bauteile führt. Durch die Möglichkeit, Materialien mit höherem Molekulargewicht, wie z. B. industrietaugliche Verbundpolymere und Keramiken, zu drucken, sind die gedruckten Teile funktionsfähig und eröffnen viele neue Anwendungen. Die Verwendung von Keramik bietet beispielsweise Eigenschaften wie hohe Temperatur- und Abriebfestigkeit sowie bessere dielektrische Eigenschaften.
  • Bauvolumen: Der S240 bietet ein größeres Bauvolumen als seine Vorgängermodelle, mit Baukapazitäten von 100 × 100 × 75 mm / 750 cm3. Dies gibt ihm die Möglichkeit, zwei Dinge zu tun: Er kann Teile drucken, die viel größer sind als je zuvor, oder er kann einen viel höheren Durchsatz an kleineren Teilen aufnehmen.
  • Liebe zum Detail: Mit Blick auf eine exakte Nachbildung des beabsichtigten Anwendungsteils macht der S240 keine Abstriche, wenn es um die Verarbeitung von Details geht. Gedruckte Teile haben scharfe Kanten, eine spiegelnde Oberfläche und glatte Kanäle, um das gewünschte zu fertigende Teil genau darzustellen.

Wie es funktioniert

Wie der microArch S240 funktioniert

Wie jeder Drucker unserer microArch-Serie beginnt auch der S240 mit einer Wanne mit Harz, auf die eine Bauplatte gelegt wird, und einer darüber gestapelten Membran. Der Drucker wird mit einer hochpräzisen Optik, einer Kamera und einem Laser kalibriert. In Verbindung mit der präzisen XY-Bewegung der Bauplattform ermöglicht dies BMF ein Höchstmaß an Auflösung, Genauigkeit und Präzision.

Zu Beginn des Drucks werden Querschnitte des Teils aus der 3D-Datei durch einen DLP-Projektor auf die Bauplatte abgebildet. Das Licht des Projektors härtet dann selektiv das Harz entsprechend dem Bild Schicht für Schicht aus.

Um schnellere Druckzeiten zu erreichen, ist der neue S240 mit einer Walze ausgestattet, die jede Schicht innerhalb weniger Sekunden gleichmäßig verteilt, wodurch die Druckgeschwindigkeit bis zu 10-mal höher ist.

Wenn die Bildgebung abgeschlossen ist, wird das letzte Teil, das dem Endteil genau entspricht, aus dem Harz entfernt.

Abschließende Überlegungen

Alle unsere microArch 3D-Mikropräzisionsdrucker haben eines gemeinsam: Sie haben einen neuen Industriestandard für das Niveau der Auflösung, Genauigkeit und Präzision von 3D-gedruckten Teilen gesetzt.

Wir müssen jedoch zugeben, dass das S240 diese Messlatte noch höher gelegt hat.

So wie sich die Branchen, die vom 3D-Druck profitieren, weiterentwickeln, so werden sich auch die Anforderungen an den 3D-Druck selbst weiterentwickeln. BMF investiert kontinuierlich in die Erforschung neuer Technologien, Produktionsverfahren und vor allem Materialien, um die Bedürfnisse seiner Kunden bestmöglich zu erfüllen und weiterhin weltweit führend im Bereich des Mikro-Präzisions-3D-Drucks zu sein.