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Entwicklung eines 3D-Toolkits für medizintechnische Innovationen

Für den Laien, der nicht in der Welt der Technik verwurzelt ist, begann der Aufstieg des 3D-Drucks mit hochfliegenden Erwartungen, die auf all die potenziellen Verwendungsmöglichkeiten der Technologie für den Durchschnittsverbraucher hinwiesen, vom Druck individueller Turnschuhe bis zu Musikinstrumenten. Aber die 3D-Drucktechnologie für den Hausgebrauch hat nicht, wie von Experten vorhergesagt, die Lieferketten unterbrochen. Stattdessen ist der 3D-Druck hinter den Kulissen in unser Leben eingedrungen und hat in Branchen wie der Automobilindustrie, der Elektronik und dem Gesundheitswesen mit seinen Innovationen neue Grenzen gesetzt.

Die Rolle des 3D-Mikrodrucks in der Geräteentwicklung

Da der 3D-Druck einen immer wichtigeren Platz in der Herstellung und Prototypenentwicklung medizinischer Geräte einnimmt, erweitern Fortschritte in Technologie und Materialien die Anwendungsmöglichkeiten. Wir sprachen mit John Kawola, CEO von Boston Micro Fabrication (BMF), über die Entwicklung hin zum Mikro-3D-Druck und wie diese Technologie die Bestrebungen zur Miniaturisierung und zu minimalinvasiven medizinischen Behandlungen unterstützt.

Kohlenstoffstrukturen für das Tissue Engineering – Ingenieurwissenschaftliche Forschung

Als Postdoktorand am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe wollte Monsur Islam Kohlenstoffstrukturen im 3D-Druckverfahren herstellen, um anpassbare Gerüste für das Tissue Engineering zu schaffen. Hierfür ist Glaskohlenstoffmaterial erforderlich, das durch den 3D-Druck eines Präkursors und dessen anschließende Karbonisierung entsteht. Dafür benötigte Dr. Islam einen hochauflösenden 3D-Drucker mit der erforderlichen Längenskala und den geeigneten Präkursormaterialien für die Karbonisierung.

Ein Kit für bessere Versorgung

Ein Mangel an verfügbaren Materialien. Aufwendige Produktentwicklungszyklen. Und ein langer Weg zur Markteinführung.

Dies ist die Diagnose der Anwendung des 3D-Drucks im Gesundheitswesen nach einer umfassenden Untersuchung durch das Centre for Additive Manufacturing (CfAM) der University of Nottingham.

Miniaturisierung durch Mikropräzisions-3D-Druck ermöglichen

Was ist der Mikropräzisions-3D-Druck, und wie unterscheidet er sich von anderen 3D-Druckverfahren?
Der Mikropräzisions-3D-Druck ist eine Technik zur Herstellung von 3D-Teilen mit extrem hoher Auflösung, Genauigkeit und Präzision, typischerweise mit Merkmalen, die kleiner als 100 µm sind.

6 Mio. GBP Förderzusage aus Großbritannien stärkt 3D-gedruckte Medizin und weitere Anwendungen

Forscher des Centre for Additive Manufacturing (CfAM) der University of Nottingham im Vereinigten Königreich erhielten einen Zuschuss von 6 Millionen Pfund (7,4 Millionen US-Dollar) von der britischen Regierung, um ein Toolkit zu entwickeln, das die effektivere Herstellung von 3D-gedruckten Medikamenten ermöglicht. Das Projekt zielt darauf ab, bedarfsgerechte „smarte Produkte“ zu schaffen, die personalisiert und maßgeschneidert sind, und Innovationen näher an die kommerzielle Produktion heranzuführen. Beispiele hierfür sind Prothesen, Biopharmazeutika mit Wirkstoffen wie biologischen Molekülen sowie lebende Pflaster oder Wundauflagen, die durch chronische Krankheiten geschädigtes Gewebe wiederaufbauen können.